Grußwort der bildungspolitischen Sprecherin der SPD
Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Frau Ulla Brede-Hoffmann
Zunächst
übermittelte Frau Brede-Hoffmann die Grüße der
SPD-Landtagsfraktion an den
Verband. Sie berichtete, dass in ihrer Fraktion die
Notwendigkeit der
Anerkennung der Gleichwertigkeit von allgemeiner und
beruflicher Bildung
erkannt worden sei und dass man die Durchlässigkeit der
Schulsysteme weiter
fördern wolle. Die berufsbildenden Schulen können ihrer
Ansicht nach einen
wesentlichen Beitrag zu lebenslangem Lernen leisten. Die
Rednerin berichtete
von der Absicht ihrer Fraktion, sich für die Einbeziehung
der schulischen
Leistung in die Berufsabschlussprüfung einzusetzen. Sie hält es
für nicht
hinnehmbar, dass die in zwei oder drei Jahren in der Berufsschule
erbrachten
Leistungen in der beruflichen Abschlussprüfung keinen Niederschlag
finden.
Frau
Brede-Hoffmann sprach ferner den Lehrerinnen und Lehrern an berufsbildenden
Schulen im Namen ihrer Fraktion die Anerkennung für ihren Beitrag zur
Aufrechterhaltung der Unterrichtsversorgung aus und kündigte an, dass man sich
für eine Verbesserung in der Zukunft einsetzen werde. Sie verwies aber auf die
damit verbundenen finanziellen Probleme.
Die
bildungspolitische Sprecherin bekannte sich grundsätzlich zu dem Konzept der
fünfjährigen Beschäftigung junger Lehrer im Teilzeitangestelltenverhältnis. Sie
erkannte aber die Notwendigkeit an, im berufsbildenden Schulwesen Wege zu
finden, um eine Abwanderung dringend benötigter junger Lehrerinnen und Lehrer
in die Wirtschaft oder in andere Bundesländer zu vermeiden. Gleichzeitig hält
sie es für richtig, den Umfang von Ausnahmetatbeständen, die eine sofortige
Beschäftigung auf volle Beamtenstellen ermöglichen, zu beschränken.
Sie
brachte zum Ausdruck, dass in ihrer Fraktion durchaus anerkannt werde, welch
wichtigen Beitrag die Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen dazu
leisten, damit die ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler den
Anforderungen der Zukunft gerecht werden.
Die
Rednerin bedankte sich für die bisherige konstruktive Zusammenarbeit mit den
Vertreterinnen und Vertretern des vLw und bot ihre Bereitschaft zu weiteren
Gesprächen im Interesse einer gemeinsamen Problemlösung in der Zukunft an.
Grußwort des bildungspolitischen
Sprechers der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Herrn Erhard Lelle
Herr
Lelle überbrachte die Grüße der CDU des Landes Rheinland-Pfalz und ihrer
Landtagsfraktion. Er würdigte die Leistungen des vLw für die Entwicklung des
kaufmännischen Schulwesens und bezeichnete ihn als unverzichtbaren Partner in
der Bildungspolitik des Landes Rheinland-Pfalz.
Herr Lelle sprach sich für die Ausweitung
der Anerkennung der Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung
aus. In diesem Zusammenhang lobte er die jahrelangen Forderungen des Verbandes
in Gesprächen mit verantwortlichen Politikern. Er sprach sich für eine
Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und berufsbildenden
Schulen aus, um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Der
Redner drückte seine Überzeugung aus, dass in der heutigen Zeit, die vom
gesellschaftlichen Umbruch gekennzeichnet ist, eine motivierte Lehrerschaft von
Nöten sei. In diesem Zusammenhang bezweifelt er, dass die Konzepte KOSI 2010,
PauSE sowie die "Vorgriffsstunde" dazu einen Beitrag leisten. Die
Bildungspolitik soll seiner Ansicht nach auch zu einer Verbesserung des
Lehrerbildes in der Öffentlichkeit beitragen. Er fürchtet, dass die Politik dem
Vorurteil, der Lehrerberuf sei nur ein Halbtagsjob, Vorschub leistet, wenn man
der Lehrerschaft immer mehr zusätzliche Aufgaben aufbürdet. Die CDU fordert
somit eine Bildungspolitik, die sich an der Erfordernissen der Schülerinnen und
Schüler orientiert. Zum Abschluss bedankte sich der Abgeordnete für die gute
Zusammenarbeit des vLw mit der CDU in der Vergangenheit und sprach die Hoffnung
aus, dass der Verband auch in Zukunft für konstruktive Gespräche zur Verfügung
stehe.
Grußwort des bildungspolitischen
Sprechers und Vorsitzenden der F.D.P.-Fraktion im rheinland-pfälzischen
Landtag, Herrn Werner Kuhn
Herr
Kuhn bezeichnete die Zusammenarbeit des vLw mit den verantwortlichen Politikern
im Interesse einer anforderungsgerechten Bildungspolitik als unverzichtbar
Daher sei es notwendig, den berufsbildenden Schulen eine bessere personelle
Ausstattung zukommen zu lassen, mit der sie ihrer anspruchsvollen Aufgabe in
der Gesellschaft gerecht werden können. Er sprach sich darüber hinaus für eine
flexible Handhabung von Ausnahmeregelungen bei der Einstellung junger
Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen aus, damit die Schulen den
Anforderungen gerecht werden können.
Der
Abgeordnete betrachtet eine Altersteilzeitregelung als einen Beitrag zur Verjüngung
der Kollegien. Herr Kuhn hält es für notwendig, dass das Land Rheinland-Pfalz
ergänzend zu den Schulträgern einen Beitrag zur technischen Ausrüstung der
berufsbildenden Schulen leistet, damit die Schüler/ -innen eine zeitgemäße
Ausbildung erhalten. Er brachte zum Ausdruck, dass durch das neue Modell zur
Systembetreuung bisher nur ein Einstieg gelungen sei und schloss sich der
Forderung des vLw nach weiteren Anstrengungen an.
Der
Redner erkannte die Rolle der berufsbildenden Schulen im Rahmen der Weiterbildung
ausdrücklich an und sprach sich dafür aus, ein Konkurrenzverhalten zwischen
Schule und Wirtschaft in der Weiterbildung zu vermeiden.;
er forderte Kooperation
statt Konfrontation. Im Zusammenhang mit der Diskussion über Lernfelder
votierte er für die Beibehaltung der Fächer und des Fachlehrers.
Abschließend
drückte Herr Kuhn seine Hoffnung auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem
vLw aus.
Grußwort des bildungspolitischen
Sprechers der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag,
Herrn Guido Dahm
Herr
Dahm sieht die Bildungspolitik in einer Krise, da im vergangenen Jahr ca.
11.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz erhalten haben. Er ist davon
überzeugt, dass die Krise des Ausbildungsmarktes zu einer Krise der berufsbildenden
Schule führt. Er hält es für möglich, schulische Berufsausbildung für
ausbildungswillige Jugendliche anzubieten, die keinen Ausbildungsplatz in der
Wirtschaft finden. Dazu müssen seiner Ansicht nach die berufsbildenden Schulen
die notwendige finanzielle Ausstattung erhalten. Er forderte ferner den
weiteren Ausbau berufsbildender Schulen als Zentren der Aus- und Weiterbildung
sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Ausbildung,
Herr Dahm verlangte neben einer guten Ausstattung berufsbildender Schulen mit DV-Anlagen auch deren professionelle Betreuung. Er wünschte den Lehrerinnen und Lehrern an Wirtschaftsschulen Kraft und Mut zur Bewältigung der Erfordernisse der kommenden Jahre.